Baby-Entwicklung mit 6 Wochen: Kopfkontrolle, Sehen, soziales Lächeln und Alltagstipps

Baby Entwicklung 6 Wochen: Kopfkontrolle, Lächeln, Sehen

Die 6‑Wochen‑Marke kommt für viele frischgebackene Eltern überraschend. Das Baby ist noch winzig, wirkt aber plötzlich wacher, aufmerksamer und irgendwie schon ein kleines bisschen mehr wie eine richtige Persönlichkeit. Oft fallen jetzt erste deutliche Entwicklungsschritte auf und die Fragen tauchen auf: Ist das normal? Was kann ein Baby mit 6 Wochen? Worauf sollte ich achten?

Im Folgenden geht es darum, was bei der Baby Entwicklung mit 6 Wochen typischerweise passiert, was du im Alltag beobachten kannst und wann ein Gespräch mit Kinderarzt oder Hebamme sinnvoll ist. Jedes Kind entwickelt sich im eigenen Tempo, trotzdem gibt es typische Meilensteine Baby 6 Wochen, auf die viele Babys nach und nach zusteuern.


Körperliche Entwicklung mit 6 Wochen

In diesem Alter verändert sich der kleine Körper rasant. Wenn du Fotos aus der ersten Lebenswoche vergleichst, wirkt dein Baby jetzt oft schon weniger „neugeboren“ und ein bisschen kräftiger und runder.

Kopfkontrolle mit 6 Wochen: Fortschritte in der Bauchlage

Die Kopfkontrolle gehört rund um diese Zeit zu den wichtigen motorischen Meilensteinen.

Um die 6. Woche herum können viele Babys:

  • den Kopf in der Bauchlage kurz auf etwa 45 Grad anheben
  • den Kopf dabei manchmal leicht zu einer Seite drehen
  • den Nacken schon etwas stabiler halten, auch wenn alles noch wackelig und schnell ermüdbar ist

In der Bauchlage Baby 6 Wochen sieht man häufig, wie das Baby sich etwas in die Unterlage stemmt, der obere Brustkorb sich minimal vom Boden löst und der Kopf für ein bis zwei Sekunden hochwippt. Genau das erwarten Kinderärzte und Hebammen bei der Baby 6 Wochen Kopf heben Entwicklung.

Tipps für die Bauchlage Baby 6 Wochen:

  • Kurz und häufig üben. Lieber 3 bis 5 Minuten mehrmals am Tag als einmal eine lange Einheit.
  • Positionen variieren. Auf deinem Brustkorb, wenn du halb liegst, quer über deinen Schoß oder auf einer festen Spieldecke.
  • Auf Augenhöhe gehen. Leg dich vor dein Baby, damit es dein Gesicht sehen kann. Rede, singe oder mache leise Geräusche, die es dazu animieren, den Kopf zu heben.

Viele 6 Wochen alte Babys protestieren lautstark in Bauchlage. Damit bist du nicht allein. Starte ruhig nur mit einer Minute, ein paar Mal am Tag, und steigere langsam. Auch sehr kurze Phasen trainieren Nacken und Schultern und unterstützen die gesamte Baby Entwicklung 6 Wochen.

Sich auf die Unterarme abstützen

Um die 6. Woche beginnen einige Babys, sich in der Bauchlage leicht auf die Unterarme zu stützen. Das ist oft noch kein kräftiges Abstützen, eher ein sanftes Anheben, bei dem die Ellenbogen näher unter die Schultern rutschen und die Schultern ein Stück nach vorn kommen.

Man kann es sich so vorstellen, dass dein Baby ausprobiert:

  • „Was passiert, wenn ich hier drücke?“
  • „Kann ich meinen Kopf besser bewegen, wenn ich den Brustkorb etwas anhebe?“

Diese frühe Kraft im Oberkörper ist ein Baustein in der langen Kette der Motorische Entwicklung Baby 6 Wochen, die später zu Drehen, Sitzen, Krabbeln und Aufstehen führt.

Wenn dein Baby sich noch gar nicht abstützt, kann das mit 6 Wochen trotzdem völlig im Rahmen sein. Die Meilensteine Baby 6 Wochen sind Richtwerte, kein Test. Biete einfach weiterhin täglich Bauchlage und viel sichere Spielzeit auf dem Boden an.

Ruhigere Arm- und Beinbewegungen

Erinnerst du dich an das ruckartige „Fuchteln“ der Arme in den ersten Tagen? Mit etwa 6 Wochen bewegen viele Babys Arme und Beine bereits flüssiger.

Typisch ist:

  • Arme kreisen eher weich, statt plötzlich in die Luft zu schnellen
  • Beine treten rhythmischer
  • Hände finden gelegentlich ganz bewusst den Weg zum Mund

Diese ruhigeren Bewegungen zeigen, dass sich das Nervensystem weiterentwickelt und dein 6 Wochen altes Baby langsam etwas mehr Kontrolle über seinen Körper gewinnt.

Jetzt ist eine schöne Zeit, um:

  • dein Baby mit nackten Beinen auf eine weiche Decke strampeln zu lassen
  • eine leichte Rassel oder ein Stofftier in die Hand zu legen, damit es „aus Versehen“ damit wackelt
  • kleine Spiele zu machen, etwa Fahrradfahren mit den Beinen, während du dazu erzählst oder singst

All das ist Spielen und hilft dir zugleich, die Entwicklungssprünge Baby 6 Wochen bewusster wahrzunehmen.

Gewicht Baby 6 Wochen: Was ist üblich?

Bis etwa zur 6. Woche haben viele Babys ungefähr 1 bis 1,5 kg seit der Geburt zugenommen. Manche mehr, manche weniger. Das Wachstum verläuft nicht völlig gleichmäßig, daher erlebst du vielleicht Phasen, in denen dein Baby scheinbar ständig trinken möchte, gefolgt von ruhigeren Tagen.

Kinderärztinnen und Kinderärzte im deutschsprachigen Raum achten vor allem darauf:

  • ob das Baby etwa nach 10 bis 14 Tagen das Geburtsgewicht wieder erreicht hat
  • ob das Gewicht auf seiner Perzentilenkurve im U‑Heft (Deutschland) beziehungsweise im Mutter-Kind-Pass / Kinderpass (Österreich, Schweiz) kontinuierlich mitläuft
  • ob regelmäßig nasse und volle Windeln anfallen

Wenn dein Baby bis zur 6. Woche um die 1 bis 1,5 kg zugenommen hat, passt das sehr gut zu typischen Baby Entwicklung 6 Wochen Zeichen. Ist es weniger, braucht es manchmal nur eine Stillberatung oder eine kurze Besprechung zur Flaschenmenge. Zögere nicht, Hilfe zu holen, viele Eltern nutzen diese Unterstützung.

Vergleiche dein 6 Wochen altes Baby möglichst nicht mit anderen. Babys sind unterschiedlich groß und schwer, wichtiger als ein einzelner Wert ist der Verlauf der Gewichtsentwicklung.


Sehen Baby 6 Wochen: Was kann es wahrnehmen?

Die Sehentwicklung macht in den ersten Wochen große Sprünge. Direkt nach der Geburt ist das Sehen noch stark eingeschränkt, doch mit 6 Wochen zeigen sich oft deutliche Veränderungen.

Objekte über die Mittellinie verfolgen

Rund um die 6. Woche berichten viele Eltern, dass ihr Baby einen Gegenstand gleichmäßiger mit den Augen verfolgen kann.

Das sieht zum Beispiel so aus:

  • ein schwarz-weißes Spielzeug wird langsam von einer Seite des Gesichts zur anderen bewegt und das Baby folgt mit den Augen
  • die Augen (und manchmal der Kopf) drehen sich, wenn ein Elternteil vorbeiläuft
  • eine Lampe oder ein sich drehender Deckenventilator wird neugierig beobachtet

„Über die Mittellinie“ bedeutet, dass dein Baby nicht nur nach links oder rechts auf einer Seite schauen kann, sondern einem Gegenstand durch die Mitte seines Blickfelds folgt. Das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für Koordination sowie spätere Greif- und Hand-Auge-Fähigkeiten.

Um das Sehen Baby 6 Wochen zu fördern:

  • halte ein kontrastreiches Spielzeug etwa 20 bis 30 cm vor das Gesicht
  • bewege es langsam von einer Seite zur anderen
  • lege immer wieder kurze Pausen ein, damit es „aufholen“ kann

Wenn dein Baby nicht jedes Mal folgt oder schnell das Interesse verliert, ist das völlig normal. Mini-Spiele von wenigen Sekunden reichen in diesem Alter.

Fokussieren auf etwas größere Distanz

Neugeborene sehen anfangs am schärfsten in einer Entfernung von rund 20 bis 25 cm. Perfekt, um die Person zu betrachten, die sie im Arm hält.

Mit 6 Wochen können viele Babys bereits auf eine etwas größere Distanz fokussieren, etwa 30 bis 40 cm. Mögliche Anzeichen:

  • dein Baby schaut dich an, während du vor ihm sitzt, nicht nur wenn dein Gesicht ganz nah ist
  • es interessiert sich für Mobiles, Bilder an der Wand oder nahe Gegenstände
  • es blickt für kurze Momente konzentriert, wendet sich dann aber wieder ab, wenn es anstrengend wird

Du kannst einfache, deutliche Bilder (zum Beispiel Schwarz-Weiß-Muster) in der Nähe des Wickelplatzes anbringen. So kann dein Baby das Scharfstellen üben, ohne dass du extra etwas tun musst.

Faszination für Kanten und Kontraste

In diesem Alter starren Babys gern auf:

  • die Linie, an der Wand und Decke aufeinandertreffen
  • Fensterrahmen und Türrahmen
  • Streifenmuster auf Kleidung oder Decken
  • den Rand eines dunklen Sofas vor einer hellen Wand

Es wirkt manchmal, als würden sie dich ignorieren. Tatsächlich ist das Gehirn gerade so eingestellt, dass Kanten und starke Kontraste am spannendsten sind, weil sie am leichtesten zu erkennen sind.

Diese Vorliebe ist ein ganz normaler Teil der Baby Entwicklung und erklärt, warum kontrastreiche Bücher und Spielsachen in den ersten Monaten so gut ankommen.


Soziale Entwicklung: das soziale Lächeln mit 6 Wochen

Viele Eltern warten innerlich auf einen ganz besonderen Meilenstein: das soziale Lächeln Baby 6 Wochen.

Soziales Lächeln mit 6 Wochen: Mehr als nur Bauchgrummeln

Vielleicht hast du schon in der ersten Woche kleine Schlaflächeln gesehen. Diese kurzen Zuckungen sind Reflexe. Um die 6. Woche herum werden die Lächeln oft:

  • verlässlicher
  • klarer mit deinem Gesicht, deiner Stimme oder Berührung verknüpft
  • länger, breiter und „leuchtender“ in den Augen

Dieses erste eindeutige soziale Lächeln Baby 6 Wochen kann sehr berührend sein. Es zeigt meist, dass dein Baby dich als vertraute Person erkennt und sich in deiner Nähe sicher und wohl fühlt.

Nicht jedes Kind lächelt exakt mit 6 Wochen. Manche sind etwas früher, andere eher bei 7 oder 8 Wochen. Wenn dein Baby noch nicht lächelt, dich aber anschaut, sich mit deiner Stimme beruhigt und wacher wirkt, sind das ebenfalls sehr gute Entwicklungszeichen.

Lächeln für andere, nicht nur für Mama oder Papa

Am Anfang sind die schönsten Lächeln oft für die Hauptbezugsperson reserviert. Um die 6. Woche kannst du beobachten, dass dein Baby:

  • auch den anderen Elternteil oder eine vertraute Großmutter anlächelt
  • lächelt, wenn eine Freundin oder ein Freund sich freundlich zu ihm herunterbeugt und spricht
  • ein halbes Lächeln zeigt, wenn es eine bekannte Stimme hört

Dein Baby übt so erste soziale Reaktionen, noch ganz einfach, aber sehr echt. Es beginnt zu verstehen, dass andere auf es reagieren und es selbst auch „antworten“ kann.

Freude mit dem ganzen Körper: wedelnde Arme, strampelnde Beine

Wenn sich dein 6 Wochen altes Baby über dich freut, lächelt nicht nur der Mund. Der ganze Körper macht mit.

Typische Signale:

  • Arme wedeln in großen, aufgeregten Bewegungen
  • Beine strampeln schnell
  • der Mund öffnet sich, die Augen werden groß, manchmal kommen kleine Gurr‑ oder Quietschtöne dazu

Diese Ganzkörperfreude ist ein Teil der frühen „Sozialsprache“ deines Babys. Später werden die Bewegungen gezielter, aber jetzt sind sie die lautstarke Vorstufe zu Worten.

Du kannst darauf reagieren, indem du:

  • zurücklächelst und mit ihm sprichst
  • seine Laute nachahmst
  • Dinge sagst wie: „Du freust dich, mich zu sehen, was?“ auch wenn dein Baby die Worte noch nicht versteht

Diese Mini-Momente unterstützen leise im Hintergrund die Gehirnentwicklung und stärken die emotionale Bindung.


Kommunikation: erste Laute und simple „Gespräche“

Mit 6 Wochen drückt dein Baby seine Bedürfnisse noch überwiegend über Schreien aus, aber nach und nach schleichen sich andere Laute dazu.

Gurrlaute: „ah“, „uuh“, „guu“

In diesem Alter hört man häufiger und vielfältigere Gurr‑ und Vokallaute. Typisch sind:

  • „aaah“
  • „uuh“
  • „guu“ oder „gah“

Sie tauchen meist auf, wenn dein Baby:

  • zufrieden und entspannt ist
  • dein Gesicht anschaut
  • auf dem Rücken liegt und sich wohlfühlt

Diese ersten Laute sind der Anfang der gesprochenen Sprache. Sie zeigen, dass dein Baby mit seiner Stimme experimentiert und spürt, wie sich Luftstrom und Mundbewegungen anfühlen.

Wenn du die Lautentwicklung unterstützen möchtest:

  • sprich oder sing beim Wickeln oder Kuscheln
  • mach kurze Pausen und warte, ob dein Baby mit einem Laut „antwortet“
  • ahme seine Geräusche sanft nach, wie ein Echo

Sich mit „uuh… aaah… guu“ zu „unterhalten“, fühlt sich anfangs vielleicht merkwürdig an. Doch diese Hin-und-her-Kommunikation ist ein wichtiger Baustein für spätere Gespräche und vermittelt deinem Kind, dass seine Laute gehört werden.

Frühes „Abwechseln“: Laut geben, wenn man mit ihm spricht

Viele Babys beginnen um die 6. Woche mit einem ganz einfachen Kommunikationsrhythmus:

  1. Du sprichst.
  2. Es schaut dich an und hört zu.
  3. Du machst eine Pause.
  4. Es gibt einen Laut von sich.

Diese Pause ist entscheidend. Wenn du ohne Unterbrechung redest, bleibt wenig Raum, die eigene Stimme auszuprobieren. Sprich einen kurzen Satz und warte dann einen Moment, oft kommt dann ein kleines „Antwort‑Gurren“.

Das ist frühes „Gesprächs‑Wechselspiel“ und lässt sich wunderbar in den Alltag einbauen, etwa mit Sätzen wie:

  • „Hallo du, wie geht es dir heute?“ … Pause
  • „Hast du gut geschlafen?“ … Pause
  • „Sollen wir jetzt die Windel wechseln?“ … Pause

Mit der Zeit lernt dein Baby so, dass Kommunikation in beide Richtungen geht und Menschen sich beim Reden abwechseln.


Verhalten und Alltagsrhythmus mit 6 Wochen

Der Alltag mit einem 6 Wochen alten Baby wirkt oft ein kleines bisschen strukturierter als in den allerersten Tagen, bleibt aber intensiv. Schlaf, Stillen oder Fläschchen und Schreiphasen verändern sich, teils von Tag zu Tag, und es ist schwer, „normal“ zu definieren.

Wachphasen: 45 bis 75 Minuten

Die meisten Babys können mit 6 Wochen etwa 45 bis 75 Minuten am Stück wach sein, bevor sie wieder Schlaf brauchen. Die Still- oder Flaschenzeit zählt dazu.

Mögliche Müdigkeitszeichen:

  • rötliche Augenlider oder Augenbrauen
  • ins Leere starren
  • langsamere Bewegungen
  • Augenreiben oder den Kopf wegdrehen

Wenn du wartest, bis dein Baby völlig übermüdet ist, können auftreten:

  • viel Weinen
  • sich durchdrücken, den Rücken krümmen
  • geballte Fäuste und hektische Bewegungen

Du musst nicht ständig auf die Uhr sehen, aber eine grobe Vorstellung vom „Wachfenster“ hilft, den Punkt zu erwischen, an dem ein ruhiger Raum, Kuscheln und eventuell eine Mahlzeit das Einschlafen erleichtern.

Ein einfacher Ablauf, den viele Eltern in diesem Alter nutzen:

  1. Aufwachen und trinken
  2. Kurze Wachzeit (Lied, Wickeln, kleines Spiel, kurzer Plausch)
  3. Wieder schlafen, bevor die Übermüdung einsetzt

Allmählich erkennbare Muster

Etwa mit 6 Wochen fällt manchen Eltern auf, dass ihr Baby:

  • zu bestimmten Tageszeiten wacher und aufmerksamer ist
  • nachts etwas längere Schlafphasen schafft, auch wenn es nur einmal ist
  • wiederkehrende „Hungrig-Phasen“ hat, in denen es eng getaktet trinken möchte

Das bedeutet nicht, dass du jetzt einen strengen Stundenplan brauchst. Die meisten Babys mit 6 Wochen sind noch zu klein für starre Routinen. Trotzdem kristallisiert sich oft ein lockerer Tagesrhythmus heraus.

Manche Eltern notieren für ein paar Tage Schlaf- und Still-/Flaschzeiten in einer App oder im Notizbuch. So lassen sich Muster leichter erkennen und du hast bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung oder beim Gespräch mit der Hebamme konkrete Anhaltspunkte.

Die unruhige Abendphase: „Schreistunde“

Viele Familien bemerken, dass ihr Baby besonders am späten Nachmittag oder Abend unruhig ist. Diese Phase wird im Volksmund oft „Schreistunde“ oder „Hexenstunde“ genannt, obwohl sie selten nur eine Stunde dauert und meist irgendwo zwischen 17 und 22 Uhr liegt.

Typisch in dieser Zeit:

  • sehr häufiges Trinken, oft nur kurz und mit vielen Unterbrechungen
  • kurze Nickerchen oder konsequente Einschlafverweigerung
  • lautes Weinen, das sich schwer beruhigen lässt
  • ein starkes Bedürfnis nach Körperkontakt

Solche Phasen sind um die 6. Woche herum häufig und stehen oft mit einem Höhepunkt des allgemeinen Schreiens in Zusammenhang. Studien aus Europa zeigen, dass Schreien in den ersten Lebenswochen zunimmt, meist zwischen 6 und 8 Wochen seinen Höhepunkt erreicht und danach nach und nach abnimmt.

Manches kann helfen:

  • Bewegung - Spazierengehen mit Tragetuch oder Kinderwagen
  • Rauschen / White Noise - gleichmäßige Geräusche wie Fön, Ventilator oder Meeres- bzw. Regengeräusche
  • Gedämpftes Licht - gegen Abend Reize reduzieren
  • Körpernähe-Schläfchen - wenn es für euch beide sicher und bequem ist, darf das Baby auch auf deiner Brust schlafen

Wenn dir alles zu viel wird, ist das völlig verständlich. Leg dein Baby für ein paar Minuten sicher auf den Rücken in sein Bettchen und geh kurz in einen anderen Raum, um durchzuatmen, oder bitte Partner, Familie oder Freunde um Unterstützung.

Wenn du das Weinen als extrem empfindest, dein Bauchgefühl „da stimmt etwas nicht“ meldet oder du merkst, dass du gar nicht mehr klarkommst, such dir frühzeitig Hilfe: Kinderarztpraxis, Hebamme, Elternberatungsstellen oder in dringenden Notfällen der Rettungsdienst unter 112. Du musst nicht warten, bis es gar nicht mehr geht.


Die 6‑Wochen‑Kontrolle: wichtiger Entwicklungs‑Check

Im deutschsprachigen Raum findet die erste große Vorsorgeuntersuchung in der Regel in den ersten Lebenswochen statt (z. B. U3 in Deutschland etwa in der 4. bis 5. Lebenswoche, in der Schweiz und Österreich im Rahmen der vorgesehenen Mutter-Kind-Pass- bzw. Kinderuntersuchungen). Sie liegt zeitlich meist ziemlich nah an der 6‑Wochen‑Marke deines Babys.

Bei dieser Untersuchung wird unter anderem:

  • Gewicht, Länge und Kopfumfang deines Babys gemessen
  • Herz und Lunge abgehört
  • Hüften, Augen und bei Jungen auch die Hoden untersucht
  • nach Stillen/Flasche, Schlaf und Schreiphasen gefragt
  • auf Muskelspannung, Bewegungen und Reaktionen geschaut

Das ist ein guter Zeitpunkt, um deine persönlichen Fragen zur Baby Entwicklung 6 Wochen und zur Meilensteine Baby 6 Wochen Checkliste zu stellen, zum Beispiel:

  • „Wie finden Sie seine Kopfkontrolle für dieses Alter?“
  • „Sind Sie mit der Gewichtszunahme zufrieden?“
  • „Es lächelt noch kaum. Ist das in Ordnung?“
  • „Die Abende sind sehr anstrengend. Haben Sie Tipps für uns?“

Hörscreening, falls noch nicht erfolgt

In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird in den ersten Lebenstagen normalerweise ein Neugeborenen-Hörscreening durchgeführt, im Krankenhaus oder bei einer Nachuntersuchung. Manchmal lässt sich der Test nicht gleich abschließen oder muss wiederholt werden.

Falls dein Baby kein Hörscreening direkt nach der Geburt hatte oder das Ergebnis unklar war, wird das oft um die 6. Lebenswoche herum nachgeholt. Hören ist ein zentraler Teil der Baby Entwicklung, weil es Sprache, Lautbildung und soziale Fähigkeiten beeinflusst. Deshalb ist es wichtig, dass dieser Test stattfindet.

Wenn du unsicher bist, ob dein Baby bereits getestet wurde:

  • schau im U‑Heft, Mutter-Kind-Pass oder Kinderuntersuchungsheft nach
  • frag in deiner Kinderarztpraxis, bei der Hebamme oder auf der Geburtsstation nach

Wann soll ich Rat holen?

Die meisten 6 Wochen alten Babys zeigen einige, aber nicht unbedingt alle typischen 6 Wochen Meilensteine. Kein Kind „erfüllt“ alle Punkte am selben Tag.

Trotzdem ist es sinnvoll, deinen Kinderarzt oder deine Hebamme zu kontaktieren, wenn dir um die 6. bis 8. Woche Folgendes auffällt:

  • dein Baby wirkt meistens sehr schlaff oder im Gegenteil auffallend steif
  • es erschrickt nicht bei lauten Geräuschen oder du machst dir generell Sorgen um das Hören
  • es nimmt überhaupt keinen Blickkontakt auf, die Augen wirken dauerhaft ungerichtet oder sehr stark „auseinanderlaufend“
  • die Gewichtszunahme ist deutlich zu gering oder es wurde bereits gesagt, dass es Perzentilenlinie um Perzentilenlinie nach unten rutscht
  • es schreit nahezu ununterbrochen und lässt sich kaum beruhigen, zusätzlich zu anderen Krankheitszeichen wie Fieber oder schlechtem Trinken

Vertrau auf dein Gefühl. Du verbringst jeden Tag mit deinem Baby und merkst am besten, wenn etwas „anders als sonst“ ist.


Kurze 6 Wochen Meilensteine Checkliste

Eine kompakte Übersicht zu Was kann ein Baby mit 6 Wochen, immer im Hinterkopf, dass jedes Kind individuell ist:

  • Körperlich

    • hebt in Bauchlage den Kopf kurz auf etwa 45 Grad
    • stützt sich eventuell etwas auf den Unterarmen ab
    • Arme und Beine bewegen sich flüssiger, weniger ruckartig
    • hat seit der Geburt etwa 1 bis 1,5 kg zugenommen
  • Sehen

    • Baby 6 Wochen verfolgt Objekte über die Mittellinie hinweg
    • kann in etwa 30 bis 40 cm Entfernung fokussieren
    • ist fasziniert von Kanten und kontrastreichen Mustern
  • Sozial

    • das soziale Lächeln Baby 6 Wochen wirkt gezielter und bewusster
    • lächelt nach und nach auch andere vertraute Personen an, nicht nur die Eltern
    • zeigt Freude mit dem ganzen Körper - wedelnde Arme, strampelnde Beine
  • Kommunikation

    • macht häufiger und vielfältiger Gurrlaute wie „ah“, „uuh“, „guu“
    • gibt Laute von sich, wenn man mit ihm spricht, erste einfache „Gesprächswechsel“
  • Verhalten

    • Wachphasen liegen meist zwischen 45 und 75 Minuten
    • Tagesabläufe werden etwas vorhersehbarer
    • es kann eine ausgeprägte unruhige Abendphase („Schreistunde“) geben

Wenn dein Baby einige dieser Punkte zeigt, sich insgesamt langsam weiterentwickelt und wacher auf die Umwelt reagiert, spricht vieles dafür, dass die Baby Entwicklung 6 Wochen gut verläuft.

Und wenn dein Kind ein wenig anders tickt oder du einfach eine zweite Meinung möchtest, sind Kinderärztinnen, Hebammen und Beratungsstellen genau dafür da.

Du lernst gerade einen neuen Menschen kennen. Und dieser kleine Mensch lernt dich kennen. Sechs Wochen nach der Geburt bist du vielleicht müde, noch im Heilungsprozess, noch dabei, Stillen oder Flasche und Schlaf zu sortieren. Währenddessen arbeitet dein Baby im Hintergrund an einer beeindruckenden Liste von Entwicklungssprüngen.

Irgendwann bald wird dich dieses erste richtige soziale Lächeln, mit 6 Wochen oder kurz danach, völlig unverhofft treffen. Und für einen Moment fühlen sich die langen Nächte und die Schreistunden sehr weit weg an.


Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Ersatz für den Rat Ihres Arztes, Kinderarztes oder eines anderen Gesundheitsdienstleisters verwendet werden. Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, sollten Sie einen Gesundheitsfachmann konsultieren.
Wir als Entwickler der Erby-App übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die Sie auf Grundlage dieser Informationen treffen, die nur zu allgemeinen Informationszwecken bereitgestellt werden und keinen Ersatz für persönliche medizinische Beratung darstellen.

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