Radikal abgespeckte Baby-Checkliste - Was du in den ersten 2–3 Monaten wirklich brauchst

Minimalistische Babyausstattung auf neutralem Hintergrund

Du brauchst kein vollgestopftes Haus, um ein gutes Elternteil zu sein. Wirklich nicht.

Wenn du schwanger bist und dich ständig vor 50-Punkte-Listen zur „Erstausstattung Baby“ im Internet wiederfindest, dir ein bisschen schlecht wird und du dich fragst, wo das alles überhaupt hin soll – dieser Text ist für dich.

Diese praktische Baby Checkliste für die ersten Wochen ist radikal abgespeckt. Kein Schnickschnack, kein schlechtes Gewissen, kein „ohne dieses 300-Euro-Gadget wird dein Baby nie schlafen“. Nur das, was du in Deutschland oder der DACH-Region in den ersten 2 bis 3 Monaten wirklich brauchst, was einfach nur nett zu haben ist und was gut noch warten kann.

Nutze sie als ehrliche Erstausstattung-Baby-Liste – und fühl dich völlig frei, beim Rest der Marketing-Show innerlich auf „nein danke“ zu schalten.


Tier 1: MUST-HAVE Erstausstattung Baby

Wirklich wichtig für ein Neugeborenes sind: Sicherheit, Ernährung, Schlaf, Sauberkeit und Wärme. Wenn Geld oder Platz knapp sind, konzentriere dich zuerst auf diesen Teil der Checkliste für dein Neugeborenes.

1. Autokindersitz

Menge: 1

Sobald du mit dem Auto unterwegs bist – einschließlich der Fahrt aus dem Krankenhaus nach Hause – brauchst du einen passenden, zugelassenen Autokindersitz für Neugeborene (i-Size oder Gruppe 0+).

Kauftipps:

  • Aus Sicherheitsgründen neu kaufen. Gebraucht nur, wenn du der Vorgeschichte absolut vertraust (kein Unfall, keine Stürze, keine fragwürdige Lagerung). Innere Schäden sieht man nicht.
  • Auto-Kompatibilität prüfen. Auf der Website des Herstellers oder beim Fachhändler checken, ob der Sitz zu deinem Auto passt. Isofix ist praktisch, aber nicht zwingend.
  • Einfach starten. Ein normaler Babyschale, die im Auto bleibt, reicht völlig. Du brauchst am Anfang kein komplettes Reisesystem mit drehbarer Basis.
  • Einbauen üben. Bevor das Baby da ist, das Anschnallen mit einer Puppe oder zusammengerolltem Handtuch üben. Klingt komisch, hilft aber enorm, wenn man müde und gestresst ist.

Wenn ihr nie mit dem Auto unterwegs seid, kannst du den Punkt „Autokindersitz Neugeborenes“ von deiner Babyausstattung streichen. Nur „für alle Fälle“ brauchst du dann keinen.


2. Sicherer Schlafplatz

Dein Baby braucht vor allem eines zum Schlafen: eine sichere, flache Liegefläche. Teure Möbel sind nett, aber nicht Pflicht.

Möglichkeiten, die den Empfehlungen zur sicheren Schlafumgebung entsprechen (z. B. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Kinderschutzbund):

  • Babybett oder Beistellbett mit neuer, fester Matratze
  • Gitterbett (später zum Kinderbett erweiterbar) mit neuer Matratze
  • Stubenwagen oder Wiege mit fester, ebener Matratze

Minimum, das du brauchst:

  • 1 Schlafplatz (Babybett, Gitterbett, Beistellbett oder Stubenwagen)
  • 2 Spannbetttücher für diese Matratze
  • 1 wasserdichte Matratzenauflage

Kauftipps zum Babybett kaufen:

  • Neue Matratze. Auch wenn du ein gebrauchtes Bett nutzt: Die Matratze sollte neu, fest und passgenau sein (keine Lücken, in die mehr als zwei Finger passen).
  • Auf Extras verzichten. Keine Bettumrandungen, Kissen, Decken, Nestchen, Lagerungskissen oder Kuscheltiere im Bett. Sie sehen hübsch aus, machen den Schlaf aber nicht sicherer.
  • Langfristig denken. Ein Gitterbett, das sich später zum Kinderbett umbauen lässt, spart auf Dauer Geld. Wenn das Budget jetzt knapp ist, reicht aber auch ein einfaches Bettgestell (gern gebraucht) plus neue Matratze.
  • Kurzzeit-Sachen leihen. Stubenwagen, Wiegen und viele Beistellbetten werden nur 3 bis 6 Monate genutzt. Ideal zum Ausleihen im Freundes- oder Familienkreis.

Die Babybranche versucht gern, dir einzureden, dass „Kinderzimmerdeko“ zur Erstausstattung Baby gehört. Tut sie nicht. Deinem Neugeborenen ist die Wandfarbe vollkommen egal.


3. Windeln und Feuchttücher

Mengen für die ersten 1 bis 2 Wochen:

  • Wegwerfwindeln: 1 bis 2 Packungen in Größe 1 (insgesamt ca. 50 bis 80 Windeln)
  • oder Stoffwindeln: ca. 20 bis 24 Windeln plus Einlagen
  • Feuchttücher: 1 Großpackung unparfümierte Tücher oder Wattepads und eine Schüssel mit warmem Wasser

Neugeborene brauchen am Anfang etwa 8 bis 12 Windeln pro Tag. Das wird mit der Zeit etwas weniger.

Kauftipps – Welche Windeln für Neugeborene:

  • Größe nicht übertreiben. Viele Babys passen nur kurz in Newborn-Größen, manche starten direkt mit Größe 2. Kauf erstmal wenig, dann nach Bedarf.
  • Günstige Marken testen. Drogerie- und Supermarktwindeln (dm, Rossmann, Müller, Lidl, Aldi usw.) schneiden in Tests oft genauso gut ab wie teure Marken.
  • Reizarme Produkte. Parfümfreie Feuchttücher oder einfach Wasser mit Watte sind für die empfindliche Haut von Neugeborenen meist besser.
  • Vorrat später aufbauen. Wenn du weißt, welche Marke und Größe gut passt, kannst du dann größer nachkaufen.

Dieser Teil deiner Baby Checkliste ist kein einmaliger Kauf. Plane einen Grundstock ein und fülle nach, wenn nötig.


4. Basiskleidung

Du brauchst für dein Neugeborenes keine komplette Designer-Garderobe. Babys wachsen schnell, spucken viel und du wirst sowieso dauernd waschen.

Denk praktisch und leicht zu wechseln. Für die ersten 2 bis 3 Monate könnte deine Erstausstattung Baby im Bereich Kleidung so aussehen:

Grundausstattung:

  • 5–7 Bodys (kurz- oder langärmlig, zum Knöpfen im Schritt)
  • 5–7 Strampler oder Schlafanzüge (Einteiler mit Druckknöpfen oder Reißverschluss)
  • 2–3 Mützchen (weiche Baumwolle, für draußen oder die ersten Tage)
  • 5–7 Paar Socken (falls die Strampler keine Füße haben)
  • 2 Jäckchen oder dünne Pullis (leichte Schichten, keine dicken Kapuzenpullis zum Schlafen)

Je nach Jahreszeit:

  • Sommer: ein paar leichte Baumwoll-Outfits zusätzlich
  • Winter: einen warmen Overall / Fußsack für draußen, nicht zum Schlafen im Bett

Kauftipps:

  • Nicht zu viel in Größe 50/56. Viele Babys passen nach wenigen Tagen oder Wochen schon in 56/62 (0–3 Monate). Wenn du dich fragst „Was braucht ein Neugeborenes an Größen?“, dann:
    • Wenige Teile in Newborn / bis ca. 1 Monat
    • Mehr Teile in Größe 56/62 (0–3 Monate)
  • Neutrale Farben. Weiß, Grau, Beige, einfache Muster lassen sich gut kombinieren und wiederverwenden bzw. weitergeben.
  • Reißverschlüsse sind Gold wert. Nachts um 3 Uhr sind Reißverschlüsse deutlich nervenschonender als zig kleine Druckknöpfe.
  • Gebrauchtes annehmen. Vorgeliebte Baumwolle ist oft weicher und für die Haut angenehmer – und du sparst viel Geld.

Wenn die Schubladen vor der Geburt schon überquellen, hast du sehr wahrscheinlich genug Babykleidung.


5. Pucktücher und Schlafsäcke

Du musst dein Baby nicht pucken, wenn du das nicht möchtest. Aber du wirst ein paar sichere Schichten für den Schlaf brauchen, die nicht verrutschen.

Mengen:

  • 2–3 Pucktücher oder spezielle Pucksäcke mit Klett/Reißverschluss
  • 2 Babyschlafsäcke (Größe 0–3 Monate, TOG-Wert passend zur Raumtemperatur)

Kauftipps:

  • Auf den TOG-Wert achten. In unseren Breiten sind meist 1,0 oder 2,5 TOG gängig, je nach Raumtemperatur (im Schlafzimmer idealerweise 16–18 °C).
  • Nicht zu viele auf Vorrat. Manche Babys hassen es, gepuckt zu werden. Erst ein, zwei Varianten testen, bevor du mehr kaufst.
  • Locker auf Decken verzichten. Lose Decken gehören nicht ins Babybett. Nutze sie lieber zum Kuscheln oder für den Kinderwagen.

Gute Schlafsäcke gehören für viele Eltern später zu den hilfreichsten Teilen der gesamten Babyausstattung.


6. Still- oder Fläschchenausstattung

Egal ob du stillst, Pre-Nahrung gibst oder beides kombinierst: Füttern ist ein großer Teil des Alltags mit Neugeborenem. Du brauchst trotzdem deutlich weniger Zubehör, als im Handel suggeriert wird.

Wenn du stillen möchtest

Minimum:

  • 2–3 Still-BHs
  • 1–2 Packungen Stilleinlagen (waschbar oder Einweg)
  • Mulltücher / Spucktücher (siehe nächster Abschnitt)
  • Optional: eine kleine Tube Brustwarzensalbe, wiederverwendbare Stilleinlagen

Ein Milchpumpe musst du vor der Geburt nicht zwingend kaufen, außer du weißt bereits, dass du aus medizinischen oder beruflichen Gründen früh abpumpen wirst.

Wenn das Stillen gut läuft und du später einen Vorrat anlegen oder länger ohne Baby unterwegs sein möchtest, kannst du immer noch eine Pumpe dazunehmen. Viele Apotheken und Sanitätshäuser verleihen elektrische Pumpen, was günstiger sein kann als der Kauf.

Wenn du Fläschchen geben möchtest

Minimum:

  • 6–8 Flaschen mit Saugern für Neugeborene (langsame Trinkgeschwindigkeit)
  • 1 Dose Pre-Nahrung, mit der du starten möchtest
  • 1 Flaschenbürste
  • Möglichkeit zum Sterilisieren
    • Elektrischer oder Mikrowellen-Sterilisator, oder
    • Großer Topf zum Auskochen, oder
    • Kaltwasser-Desinfektionstabletten plus Behälter

Kauftipps:

  • Nicht zu viele Sorten Pre auf Vorrat. Dein Baby verträgt vielleicht eine Marke besser als die andere. Erst mit einer starten, dann ggf. wechseln.
  • Mini-Sets überspringen. Direkt Flaschen in Größe 120–150 ml kaufen. Neugeborene trinken wenig, wachsen aber schnell.
  • Fertigmilch in kleinen Fläschchen oder Kartons ist praktisch für die Kliniktasche oder die ersten Tage.

Egal, ob Stillen oder Fläschchen: Du „versagst“ nicht, wenn du den Plan änderst. Diese Baby Checkliste bewertet keine Eltern, sie hilft nur beim „Was kaufen für Neugeborenes“.


7. Spucktücher und Mullwindeln

Du wirst sie ständig in der Hand haben.

Menge:

  • 8–12 Mulltücher oder Spucktücher

Du nutzt sie für Spuckflecken, unter dem Babykopf im Bett (auf dem Laken), als schnelle Wickelunterlage, als leichten Sonnenschutz für den Kinderwagen (bitte nicht komplett abdecken, wegen Hitzestau) oder als Sichtschutz beim Stillen, wenn du das magst.

Kauftipps:

  • Größere Mulltücher (z. B. 70 x 70 cm oder größer) sind vielseitiger.
  • Helle Farben lassen sich leichter heiß waschen und ggf. bleichen.
  • Gebraucht ist völlig ok – einfach bei hoher Temperatur waschen.

Optisch sind sie unspektakulär, in der Praxis gehören sie aber wirklich zu den Must-haves der Erstausstattung Baby.


Tier 2: NICE TO HAVE (aber nicht zwingend nötig)

Diese Dinge können den Alltag mit einem Neugeborenen angenehmer machen. Sie sind keine Pflicht und du brauchst sie nicht alle.

Sie gehören eher in den Bereich „Wenn Budget und Platz es erlauben“ deiner Babyausstattung.

1. Babybadewanne oder Badeeimer

Menge: 1, oder ihr nutzt das Waschbecken / die normale Badewanne mit einer Einlage.

Warum praktisch: Schonend für den Rücken, weniger Wasserverbrauch, und viele Babys fühlen sich in einem kleineren, begrenzten Raum sicherer.

Kauftipps:

  • Eine einfache Plastikwanne reicht völlig, ohne integrierte Waage, Beleuchtung oder Ähnliches.
  • Manche Eltern nehmen anfangs einfach eine große Schüssel oder einen gut gereinigten Wäschekorb in der Badewanne – vollkommen in Ordnung.

2. Babyschaukel oder Wippe

Menge: 1

Gibt dir einen sicheren Platz, um das Baby kurz abzulegen, während du z. B. duschst oder dir einen Kaffee machst.

Kauftipps:

  • Achte auf eine eher flache Liegeposition und stabile Verarbeitung.
  • Blinkende Lichter und Musik sind kein Muss. Eine einfache, solide Wippe hält oft am längsten.
  • Ideal zum Ausleihen oder gebraucht Kaufen, solange sie aktuellen Sicherheitsstandards entspricht und in gutem Zustand ist.

3. White-Noise-Gerät

Menge: 1 (oder kostenlose Handy-App)

Rauschen kann manchen Babys beim Einschlafen helfen, anderen ist es völlig egal.

Kauftipps:

  • Erst eine Gratis-App testen. Wenn es gut funktioniert, kannst du immer noch ein separates Gerät kaufen.
  • Auf die Lautstärke achten. Was dir in Ohrhöhe unangenehm laut wäre, ist fürs Baby auch nicht gut.

4. Wickeltasche

Menge: 1

Du brauchst keine spezielle „Wickeltasche“, wenn du bereits einen guten Rucksack oder eine größere Umhängetasche hast. Aber eine Tasche, die über die Schulter oder auf den Rücken kann und Platz für Windeln, Feuchttücher, Wechselkleidung und ggf. Fläschchen bietet, ist sehr praktisch.

Kauftipps – Wickeltasche Packliste im Hinterkopf:

  • Rucksäcke lassen deine Hände frei, das ist im Alltag Gold wert.
  • Innen eine abwischbare Oberfläche und ein paar Fächer, damit du nicht jedes Mal alles umgraben musst.
  • Wenn du schon einen guten Rucksack besitzt, reicht oft ein kleines Täschchen, in das du Windeln, Feuchttücher und eine Wickelunterlage packst.

5. Kinderwagen oder Buggy

Menge: 1, passend zu eurem Alltag

Wenn du viel zu Fuß unterwegs bist oder regelmäßig mit Bus und Bahn fährst, wird sich ein Kinderwagen schnell wie ein Muss anfühlen. Wenn ihr viel Auto fahrt und du gern trägst, kann der Kinderwagen-Kauf auch später erfolgen.

Kauftipps – Kinderwagen kaufen:

  • Falls möglich, im Geschäft testen: Lässt er sich leicht schieben, zusammenklappen und tragen? Passt er in den Kofferraum? Kommst du mit ihm in Bus oder Bahn klar?
  • Ein gebrauchter Kinderwagen ist meist völlig in Ordnung, wenn das Gestell stabil ist, die Bremsen funktionieren und die Gurte in Ordnung sind. Gründlich reinigen und bei einer Babywanne am besten eine neue Matratze kaufen.
  • Komplett-Reisesysteme mit allem Drum und Dran sind oft groß und schwer. Für viele Familien reicht ein schlichter Kombi-Kinderwagen oder ein flach liegender Buggy.

6. Babyphone

Menge: 1, je nach Wohnsituation

In einer kleinen Wohnung, in der du dein Baby fast überall hören kannst, brauchst du nicht sofort ein Babyphone. In einem größeren Haus oder wenn du viel im Garten bist, kann es schnell praktisch werden.

Kauftipps:

  • Für die ersten Monate reicht ein reines Audio-Babyphone.
  • Ein Video-Babyphone ist oft erst interessanter, wenn dein Kind mobiler wird und du sehen möchtest, was es im Bett treibt. Den Kauf kannst du also gut auf später verschieben.

7. Stillkissen

Menge: 1 (optional)

Manche Eltern lieben ihr Stillkissen, andere kommen mit normalen Kissen genauso gut zurecht.

Kauftipps – Stillkissen und Stilleinlagen:

  • Probier es zuerst mit üblichen Sofakissen. Wenn du ständig am Umstapeln bist, kann sich ein festes U-förmiges Stillkissen lohnen.
  • Stillkissen sind sperrig, aber gebraucht oft sehr günstig. Du kannst einfach einen neuen Bezug kaufen oder alles gründlich waschen.

8. Wickelunterlage oder Wickelkommode

Menge: 1 mobile Unterlage reicht

Eine komplette Wickelkommode ist kein Muss. Viele Eltern nutzen:

  • Eine Schaumstoff-Wickelunterlage auf dem Boden
  • oder auf einer Kommode (gut gesichert und niemals das Baby unbeaufsichtigt lassen)

Kauftipps:

  • Hauptsache abwischbar. Kleine „Unfälle“ lassen nicht lange auf sich warten.
  • Eine einfache, zusammenrollbare Wickelunterlage ist praktisch fürs Wohnzimmer oder um sie auf Bett/Sofa zu legen.

Tier 3: KANN WARTEN (oder ganz wegfallen)

Diese Dinge tauchen in vielen „Baby Checkliste“-Werbeanzeigen weit oben auf, du kannst sie aber in den ersten 4 bis 8 Wochen problemlos ignorieren. Manches ist später schön, manches bleibt dauerhaft Staubfänger.

1. Spielzeug

Neugeborenen-Spielzeug ist in den ersten Wochen eher etwas für Erwachsene. Dein Baby beschäftigt sich vor allem mit: deinem Gesicht, Licht und Schatten, der Decke.

Darauf kannst du anfangs gut verzichten:

  • Rasseln und Greiflinge
  • Kuscheltiere in allen Varianten
  • Spielbögen mit hängenden Figuren
  • Activity-Center

Eine einfache Schwarz-Weiß-Karte, ein Tuch oder einfach dein Gesicht sind für ein Neugeborenes spannender als jede Rassel. Und wenn Verwandte etwas schenken möchten, sind Spielzeuge meist sowieso ganz oben auf ihrer Liste.


2. Bücher

Schön, aber kein Muss auf deiner Erstausstattung-Baby-Liste.

Vorlesen ist toll, aber einem Neugeborenen ist es egal, ob du:

  • ein Bilderbuch
  • deinen Roman
  • eine Zeitschrift
  • oder einen Artikel auf dem Handy

vorliest.

Pappbilderbücher werden ab etwa 3 Monaten interessanter, wenn Babys anfangen zu greifen und zu kauen. Vorher musst du keine kleine Bibliothek anlegen.


3. Hochstuhl

Einen Hochstuhl braucht ihr erst ungefähr ab dem 6. Monat, wenn das Baby mit Beikost beginnt. Bis dahin steht das gute Stück nur im Weg.

Warten lohnt sich, bis:

  • dein Baby mit etwas Unterstützung sitzen kann
  • du weißt, wie viel Platz ihr am Esstisch habt
  • du dich mit dem Thema Beikost beschäftigt hast und weißt, welche Sitzposition dir wichtig ist (z. B. Fußauflage)

Zu diesem Zeitpunkt hast du meist auch ein besseres Gefühl dafür, welches Modell passt und kannst in Ruhe nach Angeboten oder gebrauchten Stühlen schauen.


4. Spieldecke / Krabbeldecke

Sauberer Boden + Decke = Spieldecke.

Eine spezielle Krabbel- oder Spieldecke ist vor allem später praktisch, wenn Babys mehr Zeit auf dem Boden verbringen, rollen und sich drehen. Für ein winziges Neugeborenes reicht eine gefaltete Decke oder ein Bettbezug völlig.

Du kannst:

  • erst abwarten, wie viel Bodenzeit dein Baby überhaupt mag
  • dann schauen, welche Größe in eurem Wohnzimmer sinnvoll ist

5. Schuhe

Babyschuhe in den ersten Monaten sind reine Deko. Sie tragen nichts zur Fußentwicklung bei und fliegen ständig vom Fuß.

Du brauchst nur:

  • Socken, um die Füße warmzuhalten
  • eventuell weiche Schühchen / Booties, wenn du sie hübsch findest, aber sie sind nicht nötig

„Richtige“ Schuhe werden erst wichtig, wenn dein Kind draußen läuft, meist frühestens um den ersten Geburtstag herum. Und selbst dann sind zunächst weiche, flexible Sohlen sinnvoll.


Wie du deine Erstausstattung-Baby-Liste übersichtlich hältst

Die Babybranche ist riesig. Deine Verunsicherung ist ein gutes Geschäft. Wenn man das im Hinterkopf behält, fällt der Blick auf jede überlange Baby Checkliste leichter.

Ein paar bodenständige Grundregeln:

1. Für 0–3 Monate kaufen, nicht nur „Newborn“

Viele Babys kommen mit 3 bis 4,5 kg auf die Welt, manche deutlich darüber. Sie passen dann entweder gar nicht oder nur sehr kurz in die allerkleinsten Größen.

Bei Kleidung und Schlafsäcken daher:

  • Nur eine kleine Menge in Newborn / Größe 50
  • Den Großteil des Budgets in Größe 56/62 (0–3 Monate) stecken

2. Leihen und Second Hand nutzen

Fast jede Familie kennt jemanden mit einem Keller oder Dachboden voller Babyausstattung und ist froh, wenn etwas davon weiterzieht.

Gute Kandidaten zum Ausleihen:

  • Wippen
  • Babybadewanne
  • Stubenwagen oder Beistellbett (mit neuer Matratze)
  • Spieldecke
  • Stillkissen

Was du nicht gebraucht kaufen oder leihen solltest:

  • Autokindersitze (nur, wenn du die komplette Unfall- und Nutzungshistorie kennst)
  • Matratzen für den regelmäßigen Gebrauch

Das sind in der Regel die beiden wichtigen Ausnahmen aus Sicherheitsgründen.

3. Erstmal mit weniger starten, bei Bedarf nachkaufen

Die meisten Online-Shops liefern innerhalb von 1–2 Tagen, Drogerien und Supermärkte haben eine solide Grundauswahl an Babyausstattung. Du ziehst nicht ins Niemandsland.

Frag dich bei jedem „Vielleicht“-Artikel auf deiner Checkliste für Neugeborenes:

  • Kann ich das notfalls innerhalb von 24–48 Stunden besorgen?
  • Wird mein Baby das in den ersten 4 Wochen wirklich nutzen?
  • Löse ich hier ein echtes Problem – oder eher ein Gefühl, das durch Werbung entstanden ist?

Wenn du ehrlich „Keine Ahnung“ denkst, lass es erstmal. Dein zukünftiges Ich kann es um 3 Uhr morgens online bestellen, falls es doch dringend wird.


Kurz und knapp: Was braucht ein Baby wirklich?

Wenn du eine möglichst kurze Baby Checkliste für den Kühlschrank möchtest, hier ist sie.

Must-have Babyausstattung:

  • 1 Autokindersitz (falls ihr mit dem Auto fahrt)
  • 1 sicherer Schlafplatz + feste Matratze + 2 Spannbetttücher + Matratzenschutz
  • Windeln, Feuchttücher oder Watte und Wasser für etwa eine Woche
  • 5–7 Bodys, 5–7 Strampler/Schlafanzüge, 2–3 Mützchen, Socken, 2 Jäckchen
  • 2–3 Pucktücher oder Decken, 2 Schlafsäcke
  • Basis für die Ernährung
    • Stillen: 2–3 Still-BHs, Stilleinlagen
    • Fläschchen: 6–8 Flaschen, 1 Dose Pre, Flaschenbürste, Sterilisiermöglichkeit
  • 8–12 Mulltücher / Spucktücher

Alles andere ist verhandelbar.

Wenn jemand deine abgespeckte Erstausstattung-Baby-Liste kritisch beäugt, denk daran: Ein Neugeborenes braucht Liebe, Nahrung und einen sicheren Schlafplatz. Der Rest ist optional – auch wenn er in der Werbung sehr laut daherkommt.

Du darfst es bewusst einfach halten. Deine zukünftige, leicht übermüdete Version von dir selbst wird dir dafür ziemlich dankbar sein.


Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Ersatz für den Rat Ihres Arztes, Kinderarztes oder eines anderen Gesundheitsdienstleisters verwendet werden. Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, sollten Sie einen Gesundheitsfachmann konsultieren.
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